Imkerverein Wietmarschen-Lohne
  Ferienpassaktion 2014
 

   Am Mittwoch den 6. August 2014 fanden sich insgesamt 12 Kinder zur Ferien     pass-
   Aktion der Imkerei bei Wilhelm Bickers ein, um zu lernen und zu staunen.


  
Auf dem Foto oben wird gezeigt wie vorgewalzte Wachsplatten auf Drähte
  "gelötet" werden, damit die Bienen schneller mit dem Ausbau ihrer Waben
  fertig sind. So kann im Frühjahr früher mit der Eiablage und dem einlagern
  von Pollen und Honig begonnen werden.
  Die auf den Holzrahmen gespannten rostfreien Drähte werden mit einemTravo
  erhitzt und die Wachsplatte schmilzt ein.
  Dabei ist es wichtig den richtigen Zeitpunkt abzupassen, damit sie nicht
  durchsackt.




Zum Schutz vor Stichen trug jedes Kind seine eigene Haube um in Ruhe den
   Erklärungen von Herrn Bickers zu folgen.
   Dieses Bild zeigt eine mit Pflegebienen besetzte Brutwabe, aus der
   alsbald neue Jungbienen schlüpfen werden.




Man erkennt die entspannte Haltung des seit über 30 Jahren erfahrenenImkers
   gegenüber seinen Schützlingen.
   Es lohnt sich entspannt an ein Bienenvolk heran zu gehen,
   denn so ziehen sie einen in ihren Bann und  man ist fasziniert von ihrer
   Einzigartigkeit. Ist der Imker ruhig, sind die Bienen es auch ...




Das eine Honigwabe voll ist und reifen haltbaren Honig enthält,  erkennt der
   Imker daran, das bei einem schwungvollen Schubs der Wabe nichts mehr aus
   ihr heraus spritzt und sie entweder schon ganz oder oberhalb verdeckelt ist.
   Zur Sicherheit gibt es noch ein Messgerät um die enthaltene Feuchtigkeit zu
   messen. Ein sogenanntes Refraktometer.
   Ist der Honig also "reif" kann er entnommen und geschleudert werden.
   Hierzu stellt man die Wabe auf ein  Entdeckelungsgeschirr und entfernt
   vorsichtig mit einer Entdeckelungsgabel die dünne Wachsschicht,  mit der
   die Zellen verschlossen sind.
   Hier ist das Entdeckelungsgeschirr leider nur von der Seite zu erkennen.
   Man stelle sich aber einfach eine grosse Wanne, mit einem Sieb darin vor, über
   der sich ein Drahtgestell zur aufrechten Lagerung der Wabe befindet.




Nach und nach werden vier solcher Waben entdeckelt und in die bereitgestellte
   Honigschleuder gestellt.
   Durch einen am Holzrähmchen befindlichen Reiter, wird dieser sogleich
   fixiert, denn auf dem Boden des Schleuderkorbes sind dafür Löcher vorgesehen.
   Sind nun also alle entdeckelten Waben an ihrem Platz,  beginnt sich die Schleuder
   erst langsam, dann etwas schneller zu drehen.
   Da die Bienen die Waben auf beiden Seiten mit Honig füllen,  dreht man diese
   nach einiger Zeit um und schleudert erneut.
   Wenn beide Seiten zum größten Teil leer geschleudert sind, wird noch einmal
   jede Seite für sich auf hohen Touren geschleudert um auch noch den letzten
   Rest heraus zu bekommen.
   Würde man diese hohen Touren bereits von Anfang an schleudern,  würde
   die Wabe zerdrückt und matschig.
   Im Anschluss an das Schleudern gibt man diese wieder zurück ins Bienenvolk.
   Dort werden sie wieder repariert und von den Bienen bald erneut befüllt.




Der geschleuderte Honig wird nun unten durch einen Quetschhahn ausgelassen
   und läuft in einen mit einem  Doppelsieb versehen Eimer.
   Doppelsieb, einmal für grobes Wachs und feinere Partikel, die sich nunmal immer
   in einem natürlichen Bienenstock befinden.
   Ist der Honig nach dem Doppelsieb auch noch durch das noch feinere Spitzsieb
   gelaufen, kann der Honig in den Honigrührer umgefüllt werden.
   Dieser sorgt dafür,  dass der Honig eine cremige Konsistenz erhält und sich
   bildende Fruchtzuckerkristalle aneinander zerreiben und fein werden.
   So bleibt der Honig länger streichfähig und erstarrt, je nach Sorte nicht so                        schnell
   im Glas.




Der Honig wird, auch, je nach Sorte in etwa zehn Tage lang täglich für zehn bis
   fünfzehn Minuten gerührt.
   Dies kann  mit einen Holzstab erfolgen, an dessen Ende ein Dreieck aus Holz
   befestigt ist, oder wie im vorletzten Bild zu sehen, einem elektrischen Rührer.
   Ein Eimer mit aufgesetztem Scheibenwischermotor und selbst hergestelltem
   Rührwerk aus Edelstahl.

   Nachdem der Honig seine ihm vorgesehene Konsistenz erreicht hat,
   ( hier hat Wilhelm Bickers natürlich vorgearbeitet)
   kann er in einen Abfüllbehälter umgefüllt werden.
   Dieser wiederum hat auch einen sogenannten Quetschhahn um genau zu
   dosieren, damit jedes befüllte Glas exakt und sauber ist.
  
   Natürlich war für die Kinder beim Abfüllen der Gläser eine kleine
   Kostprobe enthalten.
   Es scheint ihnen gut geschmeckt zu haben.

  
  




 
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